Fotograf

Ich bin Chris, Jahrgang 1971, und schon seit frühester Kindheit mit dem Fotovirus infiziert. Während andere Kinder mit Bauklötzen spielten, hantierte ich lieber mit Filmen, Chemikalien und dem, was man damals „Fotopapier“ nannte.
Mit 13 Jahren richtete ich mir meine erste eigene Dunkelkammer ein – mit allem, was dazugehört: Fotoschalen, Vergrößerungsapparat und Trockenpresse. Der Geruch von Fixierer war für mich damals das, was für andere der Duft von Mutters Apfelkuchen war.
Von meinem Jugendweihegeld und etwas Ferienarbeit leistete ich mir später meine erste Spiegelreflexkamera – eine Praktica MTL5. Damit war ich endgültig verloren: Auf Feierlichkeiten war ich der Typ, der schon ein paar Stunden später stolz die frisch entwickelten Fotos präsentierte, während andere noch versuchten, ihre Filmrollen richtig einzulegen.
Dann kam das Leben – sprich: Familie, Beruf, Verpflichtungen – und die Fotografie schlummerte ein wenig vor sich hin. Doch Ende der 1990er Jahre, als die digitale Fotografie aufkam, wurde die alte Leidenschaft wieder wachgeküsst. Ich habe diese Entwicklung von Anfang an miterlebt – von 640×480 Pixeln, die kaum für ein Passfoto reichten, bis hin zu heutigen Megapixel-Giganten.
Als Mitglied im Fotoclub Vogtland hat sich nicht nur meine Technik weiterentwickelt, sondern auch mein fotografischer Anspruch. So entdeckte ich schließlich auch meine Begeisterung für die Modellfotografie – einschließlich Akt- und erotischer Fotografie –, bei der es nicht nur um Technik, sondern vor allem um Vertrauen, Ästhetik und Ausdruck geht.
Auch das Begleiten von Hochzeiten gehört zu meinen Leidenschaften – Momente voller Emotionen, die man nicht wiederholen kann, aber für immer festhalten möchte.
Der schönste Augenblick für mich ist jedoch nicht das perfekte Licht oder die gelungene Bildkomposition – sondern wenn die Menschen vor meiner Kamera sich in meinen Bildern selbst gefallen. Dann weiß ich: Es hat sich gelohnt.